Mosbacher zählt zu den arriviertesten Malern Österreichs. Mit beeindruckender Produktivität und unverwechselbarer Handschrift entwirft er seine Bilderwelt, in der die reine Abstraktion selten anzutreffen ist, weil er ein lustvoller Erzähler des Lebens ist. In Mosbachers souveräner und lockerer Gegenständlichkeit ist das Abbild des Realen nachrangig; zentral ist dessen Nacherzählung.
Seine Bilder – Landschaften, Szenen, Pflanzen, aber hauptsächlich Tiere – vermitteln immer den Eindruck einer Geschichte, die der Künstler selbst gut kennt. Diese kann profan oder kunstreflexiv sein, sie kann Kopf-, Alltags- oder Kunstgeschichte sein – oder auch eine Legierung davon, wie er es in seiner grandiosen Hundeserie mit den diversen kunsthistorischen Hintergründen vorführt.
Das narrative Stilmittel Mosbachers ist die pointierte „Mise en Scène“ seiner Motive. Durch sie erhalten die unspektakulären Dinge den Nimbus des Besonderen. Dadurch wird sogar ein simpler Kaktus seiner vegetativen Lebensform entrückt und in den Rang einer Persönlichkeit gehoben.
Mosbacher ist immer wieder im besten Wortsinn auf den Hund gekommen. Mittlerweile sind es mehrere Werkserien, die als Individualitätsstudien über bellende Vierbeiner gelten können. Jeden einzelnen dieser Hunde stattet der Künstler mit Originalität aus. Auch wenn eine Serie hundert Varianten aufweist, wirkt jedes Einzelsujet wie das private Porträt eines Hundes, den der Künstler jahrelang gefüttert und beherbergt hat.
* 1954 in Strallegg / Steiermark
lebt und arbeitet in Wien und Obermarkersdorf / NÖ