Durch das Siebenhirtertor des Stifts führt eine sanfte Linkskurve Richtung Stiftsinnenhof. Noch vor dem Hof teilt der gepflasterte Weg das Gelände in eine Grasfläche entlang der Fassade und in ein kleines Plateau in Seerichtung. Hier wird das Thema Fisch bzw. Wasserkreatur erneut aufgegriffen und so die Verbindung zur Skulptur auf dem Floß am See an der Ortseinfahrt hergestellt.
Vor der Außenwand in der Grasfläche erinnert die liegende, bis zur Zerbrechlichkeit ausgehöhlte Marmorskulptur von Attila Rath Geber an das hintere Stück eines Wals. Sie veranschaulicht das ästhetische Prinzip des pars pro toto. Ein Teil genügt, um das Ganze aufzurufen.
Ähnlich verhält es sich bei den im Größenverhältnis ansteigenden Silhouetten der „Piranhas“ von Joachim Röderer. Mit Blickrichtung auf den See und auf die Weinreben der zum Stift angehobenen Wiese strecken sich drei vertikal positionierte Fischskelette als symbolhafte Skulpturengruppe vom Boden des Grasplateaus in den Himmel.
Im ehemaligen, längst zugemauerten Treppenaufgang empfängt uns eine Holzfigur von Martin Krammer. Dieser kleinste zur Verfügung stehende Raum der Ausstellung besticht durch seine authentische Patina und bringt die skurrile Figur „Mrs. Wolf“ gut zur Geltung.