Gudrun Kampl

Gudrun Kampl hat sich mit der von ihr bevorzugten Materialwahl wie Samt, Stoff, Gaze, Heißwachs und Leder eine singuläre Position in der zeitgenössischen österreichischen Kunst geschaffen. „Als Malerin bin ich seltsam blind, das Material spricht zu mir.“, sagt die Künstlerin über sich selbst. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Medien und führt ihre objekthafte Malerei oft über in Wand- und Rauminstallationen, in künstlerische Settings bis hin zum Theaterstück, in kumulative Präsentationen, sowie in den öffentlichen Raum. Ein deutlicher dramaturgischer Impuls liegt hinter allen ihren Assemblagen.

Inhaltlich besticht Kampl durch eine erfrischend feministische Sicht auf Erotik, Sexualität und Fetisch. Ihre Bildobjekte zitieren Literatur, implizieren Textfragmente und Signalworte, ecken lustvoll an Persönlichkeiten der Kulturgeschichte an.

Auch auf das Tier kommt die Künstlerin immer wieder zurück. Geflügel, Affen, Hasen und Insekten sind in den ornamentalen Rhythmus ihrer Bilder eingewoben. Natürlich fehlen auch besonders symbolträchtige Tiere nicht: Die Spinne, die Schlange, der Hahn. In den aktuellen Arbeiten forciert Kampl das Thema der Hybridisierung, indem sie ihre Wesen mit menschlichen und tierischen Körperanteilen ausstattet und schroffe Organverschmelzungen durchführt. Diese visuellen Verballhornungen wirken wie Symbolkarten eines eigenwilligen Tarots, das uns die Künstlerin als assoziative Fährte für das Verständnis ihrer Phantasmagorie auslegt.

* 1964 in Klagenfurt
lebt und arbeitet in Wien und Gurk / Kärnten

Studium bei Prof. Maria Lassnig Akademie für angewandte Kunst Wien

2016 Preis für bildende Kunst der Stadt Wien
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