AUSSTELLUNGSORTE

STIFTSKIRCHE

Am Ende des Kirchgartens wird die frühromanische Basilika durch das originell geschmückte Westportal betreten. In der Vorhalle, hinter den schmiedeeisernen Gittern, sind die großformatigen, auf halbtransparente Bildträger aufgemalten Arbeiten von Olga Pastekowa zu sehen. Durch die Hinterleuchtung sind sie pointiert in Szene gesetzt. Als Bilderfahnen einer dunklen Mythologie scheinen sie den Sakralbau und dessen katholische Ikonografie zu konterkarieren. Doch gleichzeitig erinnern sie an die kathartische Funktion der fauchenden Ungeheuer auf den gotischen Kirchendächern und Mauervorsprüngen.

In der Kirche dann eine weitere Lichtintervention von OchoReSotto. In diesem Jahr an einem vielleicht unerwartetem Ort. Sucht die Intervention die Nähe der nicht leicht zu findenden historischen Wappen? Wie im Gewölbekeller nimmt der Rhythmus des Lichtes den Raum ein. Rhythmen laufen zunächst getrennt, synchronisieren sich, dann bricht der Takt – einer beschleunigt, einer fällt zurück.

In der Geumann-Kapelle noch eine künstlerische Intervention: Wie auf eine Teppichstange gehängt reihen sich dort die Bildteppiche von Gernot Fischer-Kondratovitch, die eine ironische Prise Exotismus ausströmen. Etwa Gebetsteppiche? Tiere wie Dromedar oder Zebra lassen auf einen fernen Kulturkreis schließen. Aber waren diese Tiere nicht jenen Orten vertraut, in denen die Geschichte des Christentums ihre Anfänge hatte?

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