An der Ostseite des Stifts liegt der mit Sterngratgewölben gemauerte und stellenweise reich mit Schmuckplastik gestaltete Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters. Das rechteckige, begehbare Viereck mit der Öffnung zu seinem freien Innenhof in der Mitte bildete das Zentrum des früheren Klosters.
Entlang der Wände des Kreuzgangs werden drei Künstler:innen mit unterschiedlicher Materialästhetik präsentiert. Erik Tannhäusers große „Developments“, die als beindruckende Prozessbilder aus Blechplatten entstehen, führen den Weg rechts entlang. Links in den Kreuzgang hinein locken großformatige Foto-Planen, die die witzige und installative Kleiderkunst der Künstlerin Sabine Ott zeigen. An der zur Stiftskirche liegenden Wand werden die Besucher:innen von der farbkräftigen und erzählerischen Malerei Uta Heineckes empfangen.
In der Grasfläche des Kreuzganginnenhofes ist auf den ersten Blick nichts zu sehen. Erst durch das Hinweisschild mit dem QR-Code und mit der entsprechenden Reaktion am Handy wird hier die Spielwiese einer technoiden, großdimensionierten Ameise erkennbar, die der Medienkünstler Peter Kogler als Augmented Reality beigesteuert hat.
Im außerhalb des Kreuzgangs liegenden Kreuzgang-Garten steht dann ein vertrauteres Tier. Die aus Altmetallteilen gefertigte Kuh-Skulptur des Bildhauers Fritz Russ hat hier ihren Logenplatz.